Ladina Walser

"Manche Themen lassen sich nicht alleine über Gespräche lösen.
In einer systemischen Aufstellung können verborgene Dynamiken sichtbar werden und neue Perspektiven entstehen."
"Familien" Aufstellungen im Einzelsetting bieten eine einzigartige Methode, um verborgene Konflikte sichtbar zu machen, oft auch über Generationen hinweg. In einem geschützten Rahmen kannst Du Deine inneren Bilder und Gefühle Deiner Familie erkunden. Durch die Verwendung von Symbolen oder Stellvertretern wird es möglich, verschiedene Perspektiven zu betrachten und Lösungen zu entwickeln. Diese Methode fördert ein tieferes Verständnis für die eigenen Beziehungen und schafft Raum für persönliche Entwicklung.
Es gibt viele Gründe in denen eine Aufstellung Licht in die Dunkelheit bringen kann.
Im Prinzip kann Alles aufgestellt werden (belastende Situationen in der Familie, mit Freunden, am Arbeitsort, Mobbing, bei inneren Blockaden, Ängsten, Krankheiten, Trauer, Verlusten, Entscheidungen und vieles mehr).
"Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen." - Franz von Assisi
Wir alle sind Teil verschiedener Systeme, unserer Herkunftsfamilie, unserer eigenen Familie, unserer Beziehungen und auch berufliche Systeme. Diese Systeme prägen uns oft stärker, als uns bewusst ist.
Erfahrungen, Rollen und Dynamiken können über Generationen weiterwirken und sich in unserem heutigen Leben zeigen.
Manchmal äussert sich dies in wiederkehrenden Beziehungsmustern, inneren Konflikten, belastenden Gefühlen oder auch in körperlichen Symptomen. Der Körper kann dabei ein sichtbarer Ausdruck dessen sein, was im Inneren oder im System noch keine Lösung gefunden hat.
In einer systemischen Aufstellung werden diese Zusammenhänge sichtbar. Themen können aus einer neuen Perspektive betrachtet werden, verborgene Dynamiken werden spürbar und neue Bewegungen in Richtung Lösung können entstehen.
Ein wichtiger Teil dieser Arbeit ist auch der Blick auf das eigene System. Dazu gehört die Begegnung mit inneren Anteilen und mit dem inneren Kind. Frühere Erfahrungen oder Verletzungen können unser Verhalten, unsere Beziehungen und unseren Umgang mit uns selbst bis heute beeinflussen.
Manchmal zeigen sich auch Themen wie eine unterbrochene Hin Bewegung - der natürliche Impuls eines Kindes, sich vertrauensvoll den Bezugspersonen zuzuwenden, der aus verschiedenen Gründen nicht ganz möglich war. Solche Erfahrungen können später Auswirkungen auf Bindung, Vertrauen oder Nähe haben.
Auch Muster wie das sogenannte Helfersyndrom können aus früheren Erfahrungen entstehen. In der Aufstellungsarbeit dürfen diese Zusammenhänge sichtbar werden, ohne zu bewerten. Dadurch entsteht Raum für neue Erfahrungen und eine stimmerige Beziehung zu sich selbst und zu anderen Menschen.
Ein weiterer zentraler Aspekt sind mögliche Verstrickungen innerhalb der Familie oder der Sippe. Manchmal tragen Menschen unbewusst Gefühle, Rollen oder Lasten aus früheren Generationen weiter. Wenn diese Dynamiken erkannt werden, können sich neue Wege im Leben öffnen.
Während unserer Ausbildung waren insbesondere Themen wie Trauma, familiäre Verstrickungen und die Arbeit mit den inneren Anteilen zentrale Bestandteile. Diese Perspektiven prägen meine heutige Haltung in der Begleitung von Menschen, mit dem Vertrauen, dass jedes System eine eigene Bewegung in Richtung Lösung in sich trägt.

